In 9 Tagen nach Rotterdam
Menü  
  Home
  News
  Die Klasse
  Statements
  Trainingsfahrten
  Die Route
  Fahrtenbuch I
  Fahrtenbuch II
  Fahrtenbuch III
  Fahrtenbuch IV
  Fahrtenbuch V
  Gästebuch
  Sponsoren
  Gruschtl-Kiste
  Impressum
Fahrtenbuch III

Liebe Leser, aus unerfindlichen Gruenden und nachdem gestern der Server offenbar stundenlang Probleme hatte, sind unser Fahrtenbuch II, die Gaestebucheintraege der letzten Tage und vieles mehr verschwunden. Anderen Nutzern dieses Website-Baukastens geht es ebenso, wie wir im Forum erfahren konnten. Wir hoffen, dass sich dieser Fehler von Server-Seite noch beheben laesst und haben hier einfach mal fuer unsere Erlebnisse ab Montag ein neues Fahrtenbuch angelegt.



Montag, der 9. Juli 2007 – Von Arnhem nach `s-Hertogenbosch

Naaa, wer kann unseren Zielort von heute richtig aussprechen?

Wir haben alle ganz fleissig geuebt, waehrend wir heute wieder einmal so um die 80 km radeln mussten, um eben jenen unaussprechlichen Ort zu erreichen. Hier eine kleine Hilfestellung bei der Aussprache:

Am besten, man ist ein bisschen heiser. Alle Hollaender sind rein phonetisch gesehen irgendwie heiser. Das sorgt dann vor diesen unnachahmlichen “Frau-Antje-aus-Holland-Sound”, der wirklich charmant ist. Und dann sollte man die S-Laute leicht zischen koennen, das kommt dann besonders authentisch rueber. Das Ganze muesste im Ergebnis ungefaehr so klingen:

“sertochenboss” (mit leicht rauchiger Stimme und der Zunge bei den S-Lauten unmittelbar hinter den Schneidezaehnen).

Hat`s geklappt? Macht nichts, wir koennen es auch noch nicht so richtig….

Uebrigens schreiben wir seit gestern unsere Berichte an hollaendischen Computern, die keine Umlaute auf der Tatstatur haben – daher manchmal die etwas ungewoehnliche Schreibweise einzelner Woerter.

Dafuer war die Fahrt an sich diesmal eine rekordverdaechtige Meisterleistung:

- nur 1 Platten (Leah)

- nur 1 Sturz (Vincenza)

- nur einmal Packtaschen, die sich spontan vom Sattel verabschiedet haben (Julius)

- nur ein Krankheitsfall mit Abbruch der Tagestour, allerdings erkaeltungsbedingt (Maria, ist gut versorgt)

- … und wir waren schon um halb acht an “de driestroom” , der ortsansaessigen Waldorfschule, wo wir netterweise wieder uebernachten durften.

Doch immer der Reihe nach:

Der Tag begann mit einem Staendchen fuer unser Geburtstagskind Larissa im Fruehstuecksraum.


ein Bild

Dort hatten einige Maedchen bereits am Vorabend den Tisch schoen gedeckt, ...


ein Bild

so dass wir nur noch auf Broetchen, Cornflakes, Muesli und Getraenke warten mussten. Ein bisschen komisch war es fuer Larissa schon, diesen Tag in Holland zu verbringen, ein wenig Wehmut war ihr vom Gesicht abzulesen.

Wie so oft auf dieser Tour blieb jedoch wenig Zeit fuer traurige Gedanken (auch wenn einige unserer "Grossen" die Zeit fuer hingebungsvolle Sandkastenspiele genutzt haben!),...


ein Bild

... denn es musste gepackt, gerauemt, geputzt und organisiert werden. Und so etwas dauert.

Ziemlich lange sogar. Vor allem dann, wenn einige entdecken, dass es um die Ecke einen Supermarkt mit einem reichhaltigen Suessigkeitenangebot gibt. Man kann sich gar nicht vorstellen, wieviel vom kostbaren Taschengeld in Gummibaerchen und Co verwandelt wird. Dabei ist unsere Verpflegung wirklich gut bemessen (unser erfahrener Jugendherbergsvater Thomas kennt die Kinder ja schon gut aus Altleiningen!) – doch es scheint vom Zuckergehalt her nie zu reichen, wie ein Blick in die Packtaschen eindrucksvoll belegt.


ein Bild

Erst um 12.00 Uhr konnten wir wirklich starten – eine Verspaetung, duie sich im Nachhinein als guenstig herausstellte. Denn fuer diesen Teil der Niederlande waren unwetterartige Gewitter und Stuerme angesagt worden, die sich offenbar eher am Vormittag entladen hatten. Und so fuhren wir wie die Koenigskinder immer unter den Wolkenluecken entlang, waehrend sich um uns herum dunkle Wolken tuermten.


ein Bild


ein Bild

Lediglich einmal mussten wir aus Sicherheitsgruenden Unterschlupf in der offenen Halle eines Bauern suchen (es hatte etwas angefangen zu grummeln)...


ein Bild

... – kritisch beaeugt von zahlreichen Stieren in ihren Boxen, die dort offenbar gezuechtet wurden.

Schon bald ging es dann weiter, auf einer traumhaften Strecke an Waal und Maas entlang, entweder durch malerische Alleen oder auf Deichen. Deiche haben hier im platten Land den entscheidenden Vorteil, dass man quasi bis zum kommenden Tag alles ueberblicken kann, nicht schlecht.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir auf den vorherigen Touren gerade waehrend der letzten 20 km die meisten Ausfaelle und Pannen hatten, war nach einer kurzen Pause Tempo angesagt.

Ein besonderes Highlight war hier diesmal Secina: Sie hat wirklich eine unangenehme Verletzung am Knie, eine richtig ueppige Prellung plus Schuerfwunde – und ist trotzdem die ganze Strecke gefahren! Das hat alle maechtig beeindruckt!


ein Bild

Und zwar nicht nur, weil sie uns dadurch gezeigt hat, wie stark sie ist, sondern vor allem, weil sie so unser kranken Maria die Fahrt mit dem Auto ermoeglichen konnte. Hut ab, Secina!

Unsere Ankunft in der Waldorfschule gestaltete sich diesmal ungewohnt geordnet: Jungen und Maedchen bezogen sofort ihre Schlafraeume und durften dann, um die Wartezeit bis zum Essen zu ueberbruecken (Maîtres de cuisine: Peter und Thomas),...


ein Bild

... endlich einmal all die vielen Gaestebucheintraege dieser Website in aller Ruhe lesen. Der Hausmeister der Schule, der sich hier nett um alles kuemmert, hatte naemlich bereits vor unserem Eintreffen alle Seiten ausgedruckt und an der Pinnwand chronologisch aufgereiht. Das war eine Freude!!

Und so geht nun der letzte Abend vor Rotterdam langsam zu Ende – mit einem leckeren Essen, einer kleinen Geburtstagsfeier mit hollaendischen Chips und anderen Koestlichkeiten, der bereits obligatorischen Krankenschwester-Sorgentante-Runde von Carola und einer heute eindeutig frueheren Schlafenszeit.

Na dann “tot ziens” – und bis morgen in Rotterdam! Oder glauben Ihr etwa immer noch nicht daran? Lisas Oma hat dies von Anfang an – und ihr ein tolles Sweatshirt fuer die Reise genaeht.


ein Bild


ein Bild

Einfach ein gutes Gefuehl, hinter ihr her zu radeln!


Liebe Leser, hier kommt noch ein Bonbon als Nachtisch! Unsere Kids haben teilweise kleine Videos gedreht, die man sich hier anschauen kann, indem man auf die angegebenen Links klickt:

Der Grenzuebetritt nach Holland, kommentiert von unserer Korrespondentin Saskia:

http://video.google.nl/videoplay?docid=-6720718381425121648

Das Grossstadtrevier im Einsatz fuer die Waldis - die Ankunft der verlorenen Soehne:

http://video.google.nl/videouploadfinished?docid=-6720718381425121648&cid=b26ceb90bcb448e5

Und sie sind doch noch klein... unsere KIds beim froehlichen Spiel in einer unserer vielen Pausen!

http://video.google.nl/videouploadfinished?docid=4746705115292464108&cid=3407459027065d7b

Achtung!! Wir haben eben im Server-Forum erfahren, dass es dort einigernmassen aktuelle Backups gibt, die moeglichst viel retten konnten. Von daher hoffen wir natuerlich, dass unsere Eintraege auch wieder hochgeladen werden! Wir bleiben dran. Und sollten unsere Daten aus dem Fahrenbuch II doch verloren sein, werden wir uns die Muehe machen, sie noch einmal zu laden. Das geht dann allerdings nicht vor heute abend in Rotterdam - wir bitten um Verstaendnis!



Dienstag, 10. Juli 2007 – von
`s Hertogenbosch nach ROTTERDAM!!!


Es ist vollbracht, wir haben es geschafft!!
Obwohl es eine Reihe pessimistischer Bedenkenträger gab.
Obwohl einige Eltern der Meinung waren, ihre Kids schaffen so etwas nicht.
Obwohl manche Kinder „keinen Bock“ darauf hatten.
Obwohl die vielen Pannen auf der Strecke manchmal wirklich demotivierend waren.
Obwohl körperliche Fitness nicht zur Grundausstattung aller Kinder gehört.
Und obwohl das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat.
Dennoch: Wir sind heil und glücklich angekommen.

Dabei hatte es die letzte Etappe wirklich noch einmal in sich...

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir wie immer viel zu spät losgekommen (Fahrradreparaturen, man kennt das bereits, Küchendienst und noch ein nettes Plauderchen mt dem freundlichen Hausmeister).


ein Bild



ein Bild

Unglücklicherweise zog der Himmel nach einem sonnigen Morgen ganz schnell zu – und nach einer Fahrzeit von etwa 10 Minuten weichte uns der erste Schauer einmal komplett durch. Zwar waren wir alle mehr oder weniger mit Regenzeug bewaffnet, doch auf dem Fahrrad hält die beste Ausrüstung auf Dauer nur bedingt dicht.

Man kann sich unschwer vorstellen, wie sich dieser Nass-Start auf die Motivation der Gruppe ausgewirkt hat – die Gesichter wurden immer länger. Vor allem sah es eigentlich nicht so aus, als würde es jemals wieder trocken werden, da der Himmel über Brabant immer schwärzer wurde.


ein Bild

Doch wenn die Mannemer kommen, ist eben alles etwas anders: Der Regen ließ spontan nach – und wir wurden an diesem Tag (sieht man einmal von ein wenige Geniesel ab) nicht mehr nass! Um uns herum tobten richtig dicke Gewitter, und nur ein einziges Mal hatten wir das Gefühl, jetzt könnte es problematisch werden. Also kehrten wir für eine Viertelstunde in der Halle einer Blumen-Großzüchterei ein und warteten ab, doch das Unwetter zog an uns vorbei und beglückte andere Teile Hollands.

Also ging es mit bewegter Pedale immer an der Waal entlang Richtung Schloss Loevenstein,...


ein Bild

... wo uns nicht nur das Versorgungsfahrzeug mit Sabine Weber-Rosenbusch, Sven (der Arm spielte noch nicht ganz mit) und Maria (erkältet) erwartete, sondern auch unsere erste „richtige“ Pause stattfinden sollte.

Tja, und unmittelbar vor dem malerischen Schloss passierte es: Wir hatten die erste „Betreuer-Panne“, denn Thomas Fahrrad bekam einen Platten. Pech. Die anderen genossen derweil „beschuit met hagelslag“ (sprich: bes-chöit met haachelslach), eine Art Zwieback mit Butter und Streuseln in den Geschmacksrichtungen Schoko, Frucht und Kokos – und eine typisch holländische Spezialität.

Doch die Zeit drängte, denn was die Kinder nicht wussten, war Frau Mesters Überraschung für ihre 7 A: Wir wollten in Dordrecht auf ein Schnellboot steigen und die letzten 25 km nach Rotterdam auf diesem Weg erleben. Kleines Problem am Rande: Das letzte Schnellboot ging um 18.30 Uhr – und der Blick auf die Uhr in Loevenstein zeigte bereits kurz vor halb vier. Es waren aber noch knapp 30 km zu bewältigen – und ein Schnitt von 10 km pro Stunde war nur mit ordentlich Tempo, zwei Fähren, die genau dann übersetzen, wenn wir sie brauchen, ohne Pannen und wenig Gegenwind zu schaffen.

OK, das mit den Pannen war keine Hürde mehr, sieht man einmal davon ab, das dem armen Paul dreimal die Kette absprang.


ein Bild

Das mit Fähren klappte auch, oh Wunder.


ein Bild


ein Bild


ein Bild

Der Gegenwind ließ irgendwann nach, obwohl wir fast ausschließlich auf freiliegenden Deichen radelten. Und das mit dem Tempo....
.... ja, das Tempo, das mussten wir dann tatsächlich einpeitschen!
Denn natürlich waren alle K. O. – immerhin lagen acht Tage Dauerradeln hinter uns. Aber wir haben es geschafft! Kinder wie Vincenza, Nikolas, Cesina, Hilal und Michelle sind über sich selbst hinausgewachsen, andere wie immer mit stoischer Ruhe aber hohem Tempo einfach gefahren (zum beispiel Laura, Elisa, Saskia und Lisa). Und unsere flotten Jungs waren kaum zu bremsen: Endlich durften sie einmal zeigen, was in ihnen steckte!
Und es klappte: 20 Minuten vor Abfahrt des Schnellbootes trafen wir am Anleger in Dordrecht ein...


ein Bild

... – und erst jetzt erfuhr die Gruppe, warum die Erwachsenen so aufs Tempo gedrückt hatten. Die ungläubige Freude in den total erschöpften Gesichtern...


ein Bild

... war wohl das schönste Geschenk, was wir Betreuer an diesem Tag von den Kids erhielten!
Die Fahrt auf dem Luftkissengeschoss (es war wirklich verdammt schnell!) fiel entsprechend entspannt aus, bei einigen sogar seeehr entspannt....


ein Bild
Und so genossen alle die malerische Einfahrt in die Stadt vom Wasser aus, auch in der stillen Genugtuung, das Ziel der Reise endlich erreicht zu haben.


ein Bild

Am meisten gefreut haben dürfte sich Frau Mester: Einige erstaunte Zuschauer erlebten sie vor unserer Unterkunft in einem Pfadfinderheim, wie sie laut singend einen spontanen Freudentanz aufführte – zu schade, dass in diesem Moment keine Kamera zur Hand war!


ein Bild

Übrigens hatten wir dann noch eine Überraschung für unsere Radl-Helden geplant, die allerdings ein wenig schief ging: Mit der tatkräftigen Unterstützung der Schwester und des Schwagers von Frau Mester, die uns hier in Rotterdam noch einmal empfingen, hatten wir Pizza für jeden bestellt. Doch der um halb 10 instruierte Pizza-Service kam ob des Großauftrages mit dem Teig nicht nach (und hatte leider „vergessen“, uns auf dieses Detail vorab hinzuweisen...) – und lieferte dann erst gegen 23.00 Uhr (!!). Das Nachtmahl viel dadurch erstaunlich still aus!

Endlich durften dann alle in ihre Schlafsäcke kriechen und die wohlverdiente Nachtruhe genießen. Auch im allgemeinen Isomatten-Lager war es schnell ruhig; jeder wollte das „Ausschlafen“ am nächsten Tag (bis 8.00 Uhr) einmal so richtig auskosten. Außerdem wollen ja alle fit für den Strand (morgen) und Rotterdam (die Tage danach) sein.

Man darf also gespannt sein...


Mittwoch, 11. Juli 2007 – Von Rotterdam bis Hoek van Holland und zurück

Nein, die Fahrräder haben wir heute nicht mehr benutzt. Kein Muskelkater, kein Zeitdruck, keine angestrengten Gesichter. Dafür Zeit ohne Ende, ein gemütlicher Morgen und ein Tagesprogramm, das „Chillen“ als oberstes Gebot hatte. Allerdings nicht in Rotterdam, sondern zunächst einmal an der Nordsee. Und das hatte einen Grund:

Unsere wunderbar lärmunabhängig gelegene Unterkunft besaß im Hinblick auf den heutigen Tag einen kleinen, aber folgenreichen Makel: Sie war leider schon anderweitig gebucht. Für uns bedeutete dies zunächst einmal keinen Stress, da wir das Haus erst gegen 11.00 Uhr übergeben mussten – das allerdings bis 24.00 Uhr! Also waren schon früh am morgen (das mit dem Ausschlafen hatte nur bedingt geklappt, da einige Geister eben schon früh herumgeistern und dabei nicht immer leise sind) die Duschen dauerbelegt und das Frühstück zog sich in gemütliche Längen.
Erst das allgemeine Räumen wurde dann etwas anstrengender: Zwar durften unsere sieben Sachen im Haus bleiben, mussten aber ins Obergeschoss in zwei kleinen Kammern zwischen gelagert werden. Eine packtechnische Glanzleistung stellten unsere Kühlwaren dar, die von Küchenprofi Brickmann virtuos in einem 0-8-15-Kühlschrank sinnvoll gestapelt und verstaut wurden. Es folgte der Durchgang mit dem Besen und dann unser Abgang mit den Strandtaschen.

Strandtaschen? Bei leichtem Nieselregen? Aber Hallo! Wir sind von Mannheim nach Rotterdam geradelt, haben gemeinschaftlich Wind und Wetter getrotzt, die schwierigsten Situationen gemeistert, Grenzen buchstäblich überschritten und manches Abenteuer bestanden – warum, also sollte uns Nieselregen an einem langen Strandtag schrecken?? Beschwingten Schrittes ging es zum Rotterdamer Bahnhof ...


ein Bild

und von dort aus mit dem Schnellzug eine gute halbe Stunde nach Hoek van Holland, was so viel bedeutet wie „Ecke von Holland“, wobei mit Holland hier die Region gemeint ist und nicht etwa die ganzen Niederlande. Und eine Ecke befindet sich dort in der Tat – ist der dort vorgelagerte Strand doch das eigentliche Ziel unserer Reise, da hier der Rhein endgültig ins Meer mündet.
Vom Bahnhof ging es dann per Pedes einen langen Weg bis zu den Dünen – vorbei an einigen typisch holländischen Frittenbuden, die manches Begehren weckten. Dann endlich das Meer, ...


ein Bild

dazu ein riesiger und breiter Sandstrand unter einem leider Wolken verhangenen Himmel ...


ein Bild

... und vom Wind permanent in leichter Flugbewegung gehalten. Also nix mit Sonnenbaden und einem gemütlichen Nickerchen in den Dünen...


ein Bild

Für unsere Jungs gar kein Problem! Schnell raus aus den lästigen langen Hosen, den Ball hervor gekramt – und schon kickten sie selbstvergessen, während aus der Rheinmündung immer wieder imposante Schiffsriesen ihre Reise um die Welt antraten.


ein Bild

Und die Mädels? Na klar, Kontrastprogramm wie immer. Während die einen wie vermutlich an jedem Ort dieser Welt zunächst einmal die nächst verfügbaren Toiletten aufsuchten, sprngen andere bereits im Bikini (!) durch den Sand ...


ein Bild

und lösten bass erstaunte Blicke bei jenen aus, die Temperatur angemessen in Windjacke und langer Hose die Umgebung erkundeten. Im Wasser waren unsere Strandschönheiten dann allerdings nicht...
... dafür einige unserer jungen Herren, übrigens nicht ganz freiwillig. Zwar hatte Frau Mester vorab vor Wasserströmung. Wellen und Tiefen gewarnt (zumal die rote Fahne für absolutes Badeverbot im Sturm flatterte), was die Möchtegern-Helden Constantin, Sven, Julius und Nikolas jedoch nicht davon abhalten konnte, „nur mal eben mit den Füßen“ die Nordsee zu erkunden. Das ging dann genau eine Wellelänge gut – und schon lagen sie in den doch recht kalten Fluten. Das wiederum hatte zur Folge, dass auch sie für geraume Zeit im Hochsommer-Look, also halbnackt am Strand herumspazierten, während es sich die Betreuer (mit Ausnahme des Lehrer-Duos Mester-Nett) in einem mittelprächtigen Strandrestaurant bei noch mitteprächtigeren Snacks bequem gemacht hatten.

Doch um 18.00 Uhr war der Zauber vorbei. Das Wetter war nicht einladend genug, um die halbe Nacht wie geplant am Strand zu verbringen, und die Wirtsleute nicht einladend genug, um unsere Kids wie versprochen mit echten holländischen Fritten zu beglücken. Also fiel die Wahl auf eine der von außen nicht allzu einladend wirkenden Buden – ein Glücksfall, wie sich herausstellen sollte. Denn dort waren nicht nur „patat met ketchup“, „met pindasaus“, „speciaal“ oder „curry“ (für unsere Nicht-Holländer: „pindasaus“ ist Erdnusssauce (!), „speciaal“ eine Mischung aus Mayonnaise, Ketchup und Zwiebeln) köstlich,...


ein Bild

... sondern auch die Sonne kam wieder hervor und die Damen an den Fritten stellten sich als freundlich und offen heraus.


ein Bild

Also blieben wir dort rund eineinhalb Stunden hängen, ...


ein Bild
ein Bild
ein Bild

... während Frau Mester gemeinsam mit ihrer Schwester Saskia (die in Rotterdam lebt) unser Hauptproblem telefonisch löste: Wie sollten wir die nächsten vier Stunden mit 36 Kindern überbrücken? Die Antwort war ganz einfach und für alle echt verblüffend: Wir wurden von der Schwester und ihrem Mann spontan in ihre Etagenwohnung eingeladen! Nicht groß, aber unglaublich gemütlich – und die Kids kuschelten und platzierten sich seelig vor einen Videofilm.


ein Bild

Währenddessen genossen die „Großen“ echte holländische Gastfreundschaft bei Kaffee, der täglichen Tageserfassung für diese Website und netten Gesprächen.


ein Bild


ein Bild

Endlich war es dann soweit: der Videofilm war "gut" ausgegangen, die Zeit enigermaßen schnell fortgeschritten und in der kleinen und schnuckeligen Wohnung unserer Gastgeber keine größeren Katastrophen passiert. Also machten wir uns gegen viertel vor 12 Uhr gemütlich auf den Heimweg durch das nächtliche Rotterdam.


ein Bild

Im Pfadfinderheim war die Party auch vorbei, alles richtig gut aufgeräumt und alle konnten sehr erschöpft vom langen Fußmarsch (Bahnhof - Prinzenland) in die Schlafsäcke verschwinden.

Spontan entschloss sich Frau Mester dann noch gemeinsam mit den Betreuern, den am nächsten Morgen frühzeitig geplanten Stadtbesichtigungs-Rundgang ausfallen zu lassen, so dass sich alle über die wunderbare Perspektive des langen Ausschlafens und eines kommenden richtig gemütlichen Morgens freuen durften (zumindest die, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschlafen waren).

Gute Nacht, Rotterdam!

Donnerstag, den 12.07.2007 – Rotterdam Downtown

Was für ein Morgen! Um 8.00 Uhr steckten die ersten ihre Nasen aus den Schlafsäcken – Erwachsene wohlgemerkt. Ganz, ganz langsam ging es dann Richtung Dusche, leise vor allem, um den Kids die versprochene „Ausschlafzeit“ nicht zu stören. Gegen halb zehn ließen sich dann die ersten Mädchen im Flur blicken, ganz still und leise, während Peter und Sabine bereits auf Einkaufstour fürs Frühstück waren und die anderen Betreuer die Tische deckten.

Dann hieß es Duschen für die größten „Stinker“ (ja ja, liebe Eltern, es gibt tatsächlich in unserer Klasse eine ganze Reihe Kids, die nur nach Aufforderung ein Mindestmaß an Körperpflege betreiben!). Erfrischt und gänzlich verändert (da mit gewaschenen Haaren und ohne den durchdringenden Körpergeruch) wurden sie anschließend freudig von ihren KameradInnen begrüßt. Dem gemütlichen Frühstück mit frischen Brötchen, Ananas, Müsli, Schoko- und Vanille-Vla, Cornflakes, Marmelade, Wurst, Käse, Kaffee und Tee konnte also nichts mehr im Wege stehen.

Und es ging noch weiter mit Entspannung pur: Es musste heute im Prinzip NICHT aufgeräumt werden. Ein bisschen Küchendienst, O.K., aber mehr nicht. Der Blick in den Schlafraum der Kids bestätigte, dass dieses Angebot erfreut und vehement angenommen wurde: Ein einziges Meer aus verknuddelten Schlafsäcken, sauberer und schmutziger Wäsche, wahllos verstreuten Socken und Kulturbeuteln, erstaunlichen Gerätschaften wie Glätteisen, halbleeren Butterbrot-Tüten, Haargummis, streng duftenden Turnschuhen und vielen anderen Dingen mehr belegte eindrucksvoll, wie gut unsere Süßen in der Lage sind, von heute auf morgen spontan in neue Bedingungen einzusteigen. Mal sehen, wie es morgen wird, wenn alles zwecks Packerei wieder auseinander gefieselt werden muss...

Um 11.30 Uhr ging es endlich los in Richtung Stadt. Erst ein Fußmarsch von 20 Minuten, dann eine ebenso lange Fahrt mit der Metro ...


ein Bild

... bis hinunter zum Anleger der Speedo-Sightseeing-Schiffe.


ein Bild


ein Bild

Dort erwartete uns Paul Hoop von der „Gemeente Rotterdam“ und seines Zeichens Koordinator des Ressorts „Jeugd, Onderwijs en Samenleving“ (Sprich: Jugend, Erziehung und Gemeinschaft) sowie seine Assistentin. Sie begrüßten uns offiziell (und jeden einzelnen per Handschlag!)...


ein Bild

... im Namen der Stadt Rotterdam, des Bürgermeisters und des Senates. Paul Hoop erwies sich zum größten Erstaunen der Klasse als ein großer Kenner, Leser und Freund unserer Website! Seine kurze und ausgesprochen launige Ansprache...


ein Bild

... war gespickt mit Zitaten unserer erstaunlichen Erlebnisse auf dem Weg von Mannheim nach Rotterdam, was zu einigen Lachern führte. Ein sehr nettes Erlebnis!
Als es dann auch noch kleine Gastgeschenke der Stadt für uns gab, ...


ein Bild

... stieg die Stimmung noch einmal, fiel dann allerdings bei uns Betreuern deutlich ab, als die ausgepackten Reisewecker mehr oder weniger gleichzeitig zu piepsen begannen und kaum in einer Ecke verstummt, in einer anderen wieder anhuben. So sind sie eben, unsere Kleinen...

Es folgte eine sehr interessante Hafenrundfahrt vorbei am alten Yachthafen...


ein Bild

.... durch die gigantischen Hafenanlagen von Rotterdam. Einmal mehr konnten wir sehen, dass sich in Rotterdam tatsächlich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte die Wege der bedeutendsten Architekten der Welt gekreuzt haben. Beeindruckend.

Weiter geht's im Fahrtenbuch IV.

 
   
Heute waren schon 0 Besucher (0 Hits) hier!
Diese Webseite wurde kostenlos mit Homepage-Baukasten.de erstellt. Willst du auch eine eigene Webseite?
Gratis anmelden